Larry Coryell Quartet – Jazz meets India

Larry Coryell

GALERIE 03/FREAKSHOW/JAZZINITIATIVE präsentieren: LARRY CORYELL QUARTET – Jazz meets India

Wann: Donnerstag, 7.10., 20:30, Wo: CAFE CAIRO, Einlaß: 19:30, bestuhlt, Wieviel: Abendkasse: 20 €, bis 21 Jahre: 10 €

6 Oktober 2004 | Konzertarchiv | Comments

One Response to “Larry Coryell Quartet – Jazz meets India”

  1. 1 Hermann Beyer 8 Oktober 2004 @ 0:53

    Unsäglichstes Niveau!
    Auch die antibürgerlich-subkulturelle Tarnung solcher “Konzerte” kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie aufgrund extremster Mittelmäßigkeit nicht dazu dienen können, der gering geschätzten bürgerlichen Kultur Kontra zu geben. Und diesen Anschein möchten sie halt nur zu gerne erwecken.
    Da aber gesalzene Eintrittspreise verlangt wurden, müssen auch sie sich eben den Spielregeln des – immer noch – existierenden Spätkapitalismus beugen, die da lauten: Cash wird getauscht gegen Ware.
    So betrachtet, hat heute “Euer Charly” (das ist der, der auf euer “Taschengeld” scharf ist), oder wer sonst noch verantwortlich war, meiner Familie und mir EURO 100.- abgeknöpft, für die ich leider keine ästhetisch angemessene Gegenleistung eintauschen konnte. Einfach gesagt: ich fühlte mich verarscht! (Notabene: bin selbst vom Fach, seit über 30 Jahren als Berufsmusiker tätig. Es geht also nicht um “Geschmack”, sondern um handfeste professionelle Aspekte!).

    JAZZ meets INDIA: zwei musikalisch anspruchsvolle Begriffe, deren geplante Zwangsvereinigung heute voll in die Hose ging.
    Wenn ein Flötist in seinem Stil “indische” Melodien spielt und ein europ. Saxofonist dazu Terzen- und Sextenparallelen spielt, dann ist das kein unerhörter “Event”, sondern ganz indiskutabel. Und wenn Herr Larry C. dazu noch eine Kadenz mit Dominantseptakkord + Tonika greift, dann ist das Ende der Fahnenstange erreicht.

    Die Kunst, zu improvisieren, setzt einen entsprechend scharfen musikalischen Verstand voraus, denn Ohr und Geist müssen in Realtime ästhetische Entscheidungen treffen, die über das Ge-, bzw. Mißlingen solcher Aktionen bestimmen. Heute aber war sehr viel bewährtes europ. Floskelwerk, garniert mit indischer Soße zu hören. Improvisation meint ja nun nicht, den Abend “irgendwie” zu überstehen.

    Von der ganz schrecklichen sogenannten “Verstärkung” will ich schweigen. Nur ein Eindruck sei angesprochen: Es ist schon beispielhaft für die Verrohung der Hörsensibilität, wie hier der extrem variable Klang einer indischen Tabla dem Hörer nur noch als gänzlich ruinierter, quasi eindimensionaler “Loudspeaker-Sound” an den Schädel geknallt wird.

    Hoffentlich sind die anderen Konzerte besser!

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